
Brennstoff Gas
Gasheizung
Günstig, effizient und platzsparend: moderne Gas-Brennwerttechnik – mit oder ohne Solarthermie und Wärmepumpe kombiniert.
98 %
Wirkungsgrad Brennwert
Moderne Gas-Brennwerttechnik nutzt sogar die Abgaswärme – maximaler Output, geringere Kosten.
Status quo
~50%
aller Wohngebäude in Deutschland werden heute mit Erdgas beheizt – die mit Abstand häufigste Heizart.
Überblick
Günstig, effizient und platzsparend
Egal ob im Neubau oder bei einer Sanierung: Ein System, das in nahezu jedes Gebäude passt, ist die Gasheizung. Sie ist vergleichsweise günstig in der Anschaffung, dank ihrer kompakten Bauform auch da einsetzbar, wo nur wenig Platz ist – und durch Brennwertgeräte, die ungenutzte Wärme aus dem Abgas zurückgewinnen, zugleich effizient.
Wie eine Gasheizung funktioniert, wie sich ihre Arten unterscheiden und was sie kostet, fassen wir Ihnen auf dieser Seite kompakt zusammen. Die passende Lösung finden Sie am besten gemeinsam mit einem Installateur Ihres Vertrauens.
Grundlagen
Wie funktioniert eine Gasheizung
Eine Gasheizung erzeugt Wärme durch die Verbrennung von Gas. Die Grundtechnologie wird seit rund 200 Jahren eingesetzt – moderne Anlagen erreichen mit dem Brennwerteffekt heute Wirkungsgrade von bis zu 98 %.
Brennwertgerät
Verbrennt das Gas und nutzt zusätzlich die Wärme aus dem Abgas – wandhängend, leise, kompakt.
Gasversorgung
Anschluss aus dem öffentlichen Netz oder Flüssiggas-Tank im Garten – dort, wo kein Gasnetz liegt.
Regelung
Modulierender Betrieb passt die Leistung an den tatsächlichen Wärmebedarf im Haus an.
Was sie auszeichnet
Stärken einer modernen Gasheizung
Bis zu 98 % Wirkungsgrad
Moderne Gas-Brennwertgeräte gewinnen zusätzlich Wärme aus dem Abgas zurück und nutzen so nahezu die gesamte im Brennstoff gespeicherte Energie.
Kompakte Bauform
Als wandhängende Gastherme passt die Anlage auch dorthin, wo wenig Platz ist – leise und unauffällig sogar im Wohnbereich.
Erneuerbare kombinieren
Solarthermie oder Wärmepumpe lassen sich gut ergänzen, um den fossilen Anteil zu reduzieren und Heizkosten zu senken.
Günstig in der Anschaffung
Gasheizungen gehören zu den preislich attraktivsten Wärmeerzeugern – ideal für Modernisierungen mit bestehendem Gasanschluss.
Welche Arten gibt es
Drei sinnvolle Wege mit Gas
Während es die Gasheizung früher nur in einer Funktionsart gab, sind die Geräte heute in verschiedenen Ausführungen verfügbar. Welche Variante zu Ihrem Haus passt, klären wir gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Fachhandwerk.
Standard
Gas-Brennwertheizung
Das Gas-Brennwertgerät ist heute der Standard – klein, kompakt und durch die Brennwert-Nutzung sehr effizient. Im modulierenden Betrieb passt es seine Leistung an den Bedarf im Haus an. Dank Wassermangelsicherung lässt es sich problemlos auch unter dem Dach installieren. Ohne Erweiterung ist die Anlage allerdings zu 100 % von der Versorgung mit Gas abhängig.
Bewährt & effizientUniversell und nachhaltig
Gasheizung mit Solarthermie
Die Kombination mit einer Solaranlage nutzt zusätzlich die Energie der Sonne für Heizung und Warmwasser. Je nach Auslegung läuft das Haus im Sommer und in der Übergangszeit fast ausschließlich mit kostenfreier Solarenergie. Wird es kälter, schaltet die Gasheizung automatisch zu. Das senkt die Heizkosten und entlastet die Umwelt.
Sonne + Gas-BackupInnovativ
Gas-Adsorptions-Heizgerät
Diese Technik nutzt statt einer reinen Verbrennung einen thermochemischen Prozess: Ein Gasbrenner erhitzt ein wasserhaltiges Material (Adsorbens), das anschließend Wärme abgibt, während es abkühlt. Der Vorteil liegt im besonders leisen Betrieb und der hohen Effizienz bei niedrigen Vorlauftemperaturen – ideal für gut gedämmte Neubauten.
Für moderne NeubautenBrennstoffe
Welche Brennstoffe können eingesetzt werden
Gasheizungen werden generell mit Gas betrieben – entscheidend für Leistung und Effizienz sind Herkunft und Zusammensetzung.
Erdgas (L- und H-Gas)
Erdgas ist ein natürlich entstandener, fossiler Rohstoff, der hauptsächlich aus Methan besteht. H-Gas ist energiereicher (~98 % Methan), L-Gas energieärmer (~85 %). Einige Regionen im Norden und Westen werden noch mit L-Gas versorgt – bis 2030 soll die Umstellung auf H-Gas abgeschlossen sein.
Biogas
Erneuerbarer Rohstoff aus biochemischen Prozessen (Pflanzen, Reststoffe, Gülle). Nach der Aufbereitung lässt sich Biogas problemlos in jeder Gasheizung verwenden und ins öffentliche Netz einspeisen.
Flüssiggas
Überwiegend Propan oder Butan, bereits unter geringem Druck flüssig. Wird in Tanks gelagert und ermöglicht eine Gasheizung auch dort, wo kein öffentlicher Gasanschluss vorhanden ist.
Effizienz im Betrieb
Voraussetzungen für einen effizienten Betrieb
Der Brennwerteffekt ist die Grundlage der hohen Effizienz: Das kühlere Rücklaufwasser nimmt Wärme aus dem heißen Abgas auf. Besonders viel Energie wird frei, wenn der Wasserdampf im Abgas kondensiert.
Niedrige Rücklauftemperatur
Der Brennwerteffekt funktioniert nur, wenn der Wasserdampf im Abgas kondensiert. Dafür sollte die Rücklauftemperatur bei 50 bis 55 °C liegen.
Große Heizflächen
Großzügig ausgelegte Heizkörper oder eine Flächenheizung übertragen Wärme über große Flächen und ermöglichen niedrige Systemtemperaturen.
Hydraulischer Abgleich
Der Abgleich stellt sicher, dass jeder Heizkörper nur die wirklich benötigte Wärmemenge erhält – Voraussetzung für niedrige Rückläufe und einen effizienten Brennwertbetrieb.
Hocheffizienzpumpe
Eine moderne Pumpe regelt den Heizwasserstrom bedarfsgerecht und senkt zusätzlich den Stromverbrauch der Heizungsanlage.
Regelmäßige Wartung: Entscheidend für einen dauerhaft effizienten Betrieb ist die regelmäßige Wartung. In Gebäuden mit mindestens sechs Wohneinheiten ist sie gemäß § 60 b GEG sogar Pflicht.
Bewertung
Vor- und Nachteile der Gasheizung
Vorteile
- Geringe Anschaffungskosten im Vergleich zu anderen Heizsystemen
- Platzsparende, kompakte Bauweise – auch wandhängend
- Hoher Wirkungsgrad durch Nutzung des Brennwert-Effekts
- Gut kombinierbar mit erneuerbaren Energien
- Nachhaltiger Betrieb mit Biogas möglich
Nachteile
- Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen bei Erdgasbetrieb
- Gasanschluss oder Flüssiggas-Tank wird benötigt
- Unvorhersehbare Entwicklung der Gaspreise
- Keine eigenständige Förderung mehr für reine Gasheizungen
Einsatzbereich
Gasheizung in Alt- und Neubauten
Die Gasheizung zählt zu den am häufigsten installierten Heizsystemen – sowohl in Altbauten als auch in Neubauten. Kombiniert mit Solarthermie oder einer Wärmepumpe arbeitet sie nicht nur wirtschaftlich, sondern entlastet auch die Umwelt.
Eine Gasheizung im Altbau lässt sich so optimal ergänzen, sodass sie für nahezu jeden Haustyp eine sinnvolle Option bleibt – insbesondere als Modernisierung mit bestehendem Gasanschluss oder als Hybrid-Brücke in Richtung erneuerbare Wärme.
Beratung zu Ihrer Gasheizung
Brennwert-Modernisierung, Hybrid mit Solar oder Wärmepumpe – oder strategischer Umstieg? Wir bewerten Ihre Ausgangslage und planen das passende Konzept gemeinsam mit Ihrem Fachhandwerk.
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Markus Dornfeld
Sven Petersen
Zentrale
